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Thüringen - Mehr Unternehmens-, weniger Verbraucherinsolvenzen


Thüringen - Mehr Unternehmensinsolvenzen, weniger Verbraucherinsolvenzen im 1. Halbjahr 2009

Im ersten Halbjahr 2009 meldeten die Thüringer Amtsgerichte 340 Unternehmensinsolvenzen. Damit waren 10,7 Prozent mehr Unternehmen insolvent als in der ersten Jahreshälfte 2008. Insgesamt gab es 2 002 Insolvenzverfahren. Das waren 58 Anträge bzw. 2,8 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres.
Auf Unternehmen entfielen 17 Prozent der Insolvenzanträge, auf übrige Schuldner (hierzu zählen neben den privaten Verbrauchern auch natürliche Personen als Gesellschafter u. Ä, ehemals selbständig Tätige und Nachlässe) 83 Prozent.

Schulden loswerden
admin

Im ersten Halbjahr 2009 meldeten die Thüringer Amtsgerichte 340 Unternehmensinsolvenzen.
Damit waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 33 Unternehmen (+ 10,7 Prozent) mehr insolvent als im Vorjahreszeitraum.

Von den insgesamt 2 002 Insolvenzverfahren entfielen 17 Prozent der Insolvenzanträge auf Unternehmen und 83 Prozent auf übrige Schuldner (natürliche Personen als Gesellschafter u. Ä., ehemals selbständig Tätige, Verbraucher und Nachlässe).

Die 340 insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Antrages noch 1 915 Arbeitnehmer.

Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag mit 79 Verfahren im Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, gefolgt vom Baugewerbe mit 72 Verfahren. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2008 war das ein Zuwachs um 41,1 Prozent im Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen und um 24,1 Prozent im Baugewerbe.
Die Zahl der Insolvenzen im Verarbeitenden Gewerbe sank im Vergleich der ersten Halbjahre 2008 und 2009 von 41 auf 35 Insolvenzfälle (- 14,6 Prozent).

Nach Rechtsformen betrachtet mussten am häufigsten Gesellschaften mit beschränkter Haftung (176) sowie Einzelunternehmen, Freie Berufe und Kleingewerbe (119) Insolvenz anmelden.

Insgesamt gab es 2 002 Insolvenzverfahren. Das waren 58 Anträge bzw. 2,8 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres. 1 837 Verfahren wurden eröffnet, das sind 91,8 Prozent aller Insolvenzanträge.
152 Verfahren (7,6 Prozent) wurden mangels Masse abgewiesen und 13 Verfahren endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes.
Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte insgesamt auf rund 376 Millionen Euro. Pro Verfahren standen Forderungen von durchschnittlich 188 Tausend Euro aus.

Bei den übrigen Schuldnern wurden 1 662 Verfahren gemeldet, 91 Verfahren bzw. 5,2 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
1 209 private Verbraucher nahmen im ersten Halbjahr 2009 das Insolvenzrecht in Anspruch (1. Halbjahr 2008: 1 219 Anträge).
402 Verfahren (15,7 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres) betrafen ehemals selbständig Tätige, die die erneute Aufnahme eines früheren Insolvenzverfahrens beantragt haben.

Regional betrachtet wurde in den kreisfreien Städten des Freistaates öfter der Gang zum Insolvenzgericht angetreten (115 Insolvenzfälle je 100 000 Einwohner) als in den Landkreisen (79 Insolvenzfälle je 100 000 Einwohner).
So wurden die meisten Insolvenzfälle je 100 000 Einwohner in den kreisfreien Städten Eisenach (176) und Gera (154) sowie im Landkreis Weimarer Land mit 126 Fällen registriert.

Die wenigsten Insolvenzfälle je 100 000 Einwohner wurden im Saale-Holzland-Kreis (42) und im Landkreis Nordhausen (50) festgestellt.

Quelle:
Pressemitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik
Erfurt, 09. September 2009 - Nr. 360




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