Verschuldete Minderjährige
Verschuldung bei Jugendlichen unter 18 Jahren
Die Fakten stellen den Jugendlichen unter 18 Jahren ein gutes Zeugnis aus.
- Nur 6 % der Minderjährigen sind verschuldet.
- Die durchschnittliche Schuldenhöhe beträgt 72 €.
- Das Taschengeld beträgt durchschnittlich 47 € .
- Ausgaben werden mehrheitlich für Kleidung, Schuhe, Ausgehen, Handy, Unterhaltungselektronik (inkl. CDs + DVDs), Fastfood getätigt.
- Fastfood ist Verschuldungsgrund Nr. 1 .
- Das Handy spielt im Schnitt keine Rolle für die Verschuldung (70 % der Jugendlichen besitzen ein Handy, 80% benutzen Guthabenkarten) .
- Die soziale Stellung der Familie hat für den Verschuldungsgrad keine Bedeutung .
Dabei muss man sagen, dass es sich meist um rechtlich nicht durchsetzbare Schulden handeln dürfte. Denn Minderjährige können keine rechtlich nachteilhaften Rechtsgeschäfte vornehmen (Taschengeldgeschäfte ausgenommen).
Verschuldung bedeutet in diesem Fall also, dass die Jugendlichen die "vermeintlichen" Schulden nicht ohne weiteres zurückzahlen können.
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Verschuldung bei 18- 20-Jährigen
17 % der 18- 20-Jährigen sind zumeist moderat verschuldet.
Verschuldung bei 20- 24-Jährigen
20 % der 20 - 24-Jährigen sind z.T. erheblich verschuldet.
Die Verschuldung nimmt folglich ab 18 rapide zu. Gründe sind die mit 18 Jahren eintretende rechtliche Eigenverantwortlichkeit in Form der vollen Geschäftsfähigkeit und der Möglichkeit Kredite aufzunehmen. Hinzu kommt der gesellschaftliche Druck Auto fahren zu müssen, sei es um den Anforderungen des ersten Jobs zu genügen. Der Führerschein und die Kosten für den PKW können der erste Schritt in eine Schuldnerkarriere sein. Oft ist auch der Auszug aus dem Elternhaus mit finanziellen Belastungen verbunden.
Finanzielle Unselbständigkeit und niedrig bezahlte Jobs führen häufiger als in anderen Altersgruppen zur Aufnahme von Krediten. Arbeitslosigkeit oder Scheidung führen dann dazu, dass die Kredite nicht mehr bedient werden können. Von solcher Überschuldung sind Jugendliche aus "sozial niedrigeren Schichten" überproportional betroffen. Geringe Berufsbildung führt schneller zu Arbeitslosigkeit.
*Quelle Schufa Studie "Jugend und Geld 2005" & Institut für Jugendforschung